LUKAS MEIER: Southpoles

 

Rec.Design VJ Crew // Grafikanimation GmbH
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Standort: Sitzungszimmer Hirschen, Hirschenplatz


10.11 / 19:00 / Vernissage "Southpoles"
Sitzungszimmer Hirschengraben (vis-à-vis Hirschenplatz)
Musikalische Untermalung: Rokis

Southpoles
Der Grat zwischen Realität und Fiktion liegt im Auge des Betrachters.
Zug Zoug | Zugo | Zug
12’851
Johannesburg City of Johannesburg| eGoli |Rhawutini
7’425
Sao Paulo Município de São Paulo
2’225
Buenos Aires Ciudad Autónoma de Buenos Aires
11'271
Zug Zoug | Zugo | Zug


Das Heimatgefühl ist etwas sonderbares.
Mit jedem Tag dringen Bilder, Gerüche und Geräusche in das Unterbewusstsein und formen einen Zustand des passiven Zufrieden-Seins. Die Vertrautheit der immer gleichbleibenden Szenerie - der Umriss von der Häuser, die Wartezeit an der Ampel, Leucht-Reklamen und die Fassaden von Supermärkten- erlaubt es dem Betrachter, seine Aufmerksamkeit ‚wichtigereren’ Dingen zu widmen und in einer imaginären Version der eigenen Heimat in einer eigenen Realität zu leben. Aus dem Augenwinkel heraus betrachtet, kontrolliert das Bewusstsein die Annäherung an die reale Welt, überprüft die Richtigkeit der Vorstellung, und formt jene passend zum Alltag.
Mit seiner bisher aufwändigsten Arbeit Southpoles hinterfragt der Videokünstler Lukas Meier nun eben diese Gewohnheitsstruktur die sich in unser Gehirn festgesetzt hat. Die auf Streifen basierenden, illusorischen Motive, welche Meiers Arbeit bereits seit Jahren beeinflussen, stülpen sich über Häuser und verschmelzen während seiner Reisen mit der Skyline ungewohnter Umgebungen. Es sind Horizonte, die nicht ferner von Zug liegen könnten – geografisch und symbolisch. Meier suchte bewusst nach Orten, die so in der Schweiz nicht existieren, Orte deren Funktionalität von Schweizern angezweifelt wird, wie Townships in Johannesburg (SA) oder Bandenviertel in Buenos Aires (ARG). Die grossflächigen Projektionen wurden wiederum von lokalen Fotografen abgelichtet, also durch eben jene,
für die diese Skyline das Vertraute darstellt.
Die daraus resultierenden Fotostrecken lassen diese fremden Horizonte vertraut werden und egalisieren gleichzeitig das Heimatgefühl des Künstlers.
Am Licht und Kunst Festival Illuminate wird die Arbeit Southpoles erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Eine Auswahl der Fotografien werden auf Lichtkästen aufgezogen während des ganzes Festivals gezeigt.
Am 10. November zeigt Meier zudem die gesamte Arbeit in Form einer Foto-Ausstellung im Sitzungszimmer Hirschen.